Rechtliches

Datenschutzerklärung

Zuletzt aktualisiert: 21. Mai 2026

Inhalt

  1. Verantwortlicher

  2. Überblick

  3. Besuch unserer Website (signivo.io)

  4. Nutzung unseres Produkts (app.signivo.io)

  5. Microsoft 365 Integration

  6. Plattform-API-Datennutzungserklärungen

  7. Datensicherheit

  8. Auftragsverarbeiter und Drittanbieter (Sub-Processors)

  9. Datenspeicherung & Löschung

  10. Übermittlung in Drittstaaten

  11. Ihre Rechte

  12. Widerruf des Plattform-Zugriffs

  13. Änderungen dieser Datenschutzerklärung

1. Verantwortlicher

MonsJovis Holding UG (haftungsbeschränkt)
c/o Aurich
Eichenallee 37
14050 Berlin, Deutschland

Handelsregister: Amtsgericht Charlottenburg, HRB 214851 B
Geschäftsführer: Markus Aurich

E-Mail: hello@signivo.ioTelefon: +43 681 81627408

Die Bestellung eines Datenschutzbeauftragten ist gesetzlich nicht erforderlich.

2. Überblick

Diese Datenschutzerklärung informiert Sie darüber, wie Signivo (nachfolgend „wir", „uns" oder „Signivo") personenbezogene Daten verarbeitet — sowohl beim Besuch unserer Website signivo.io als auch bei der Nutzung unseres SaaS-Produkts unter app.signivo.io.

Signivo ist ein cloudbasierter Dienst zur zentralen Verwaltung, Veröffentlichung und Aktualisierung von E-Mail-Signaturen für Google Workspace und Microsoft 365. Wir verarbeiten Ihre Daten ausschließlich auf Grundlage der geltenden Datenschutzgesetze, insbesondere der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG).

Datenschutzrechtliche Rollen

Im Rahmen des Produkts nimmt Signivo unterschiedliche datenschutzrechtliche Rollen ein:

Für die Website, die Verwaltung von Nutzerkonten sowie die Supportkommunikation ist Signivo eigener Verantwortlicher im Sinne von Art. 4 Nr. 7 DSGVO.

Für die Verarbeitung von Mitarbeiter- und Verzeichnisdaten des Kunden im Rahmen der E-Mail-Signaturverwaltung handelt Signivo als Auftragsverarbeiter im Sinne von Art. 28 DSGVO. Der Kunde (das Unternehmen, das Signivo einsetzt) ist in diesem Fall der datenschutzrechtlich Verantwortliche für die Daten seiner Mitarbeiter. Die Einzelheiten dieser Auftragsverarbeitung werden in einem separaten Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV/DPA) zwischen Signivo und dem Kunden geregelt.

3. Besuch unserer Website (signivo.io)

3.1 Hosting

Unsere Website wird von Webflow, Inc. (398 11th Street, Floor 2, San Francisco, CA 94103, USA) gehostet. Beim Aufruf unserer Website werden automatisch technische Zugriffsdaten (IP-Adresse, Browsertyp, Betriebssystem, Zeitpunkt des Zugriffs, aufgerufene Seite) an die Server von Webflow übermittelt. Diese Daten sind für die Auslieferung der Website technisch erforderlich.

Webflow ist nach dem EU-U.S. Data Privacy Framework (DPF) zertifiziert; die Übermittlung in die USA erfolgt daher auf Grundlage des Angemessenheitsbeschlusses gemäß Art. 45 DSGVO. Ergänzend wurden Standardvertragsklauseln (SCC) gemäß Art. 46 Abs. 2 lit. c DSGVO vereinbart. Mit Webflow wurde ein Auftragsverarbeitungsvertrag (Data Processing Addendum) abgeschlossen.

Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (berechtigtes Interesse an der Bereitstellung der Website).

3.2 Cookies und Consent-Management

Unsere Website verwendet Cookies. Technisch notwendige Cookies gewährleisten die Grundfunktionalität und werden ohne Einwilligung gesetzt. Für alle weiteren Cookies (Analyse, Marketing) holen wir Ihre Einwilligung über unser Consent-Management-Tool Cookiebot (Usercentrics A/S, Havnegade 39, 1058 Kopenhagen, Dänemark) ein.

Sie können Ihre Cookie-Einstellungen jederzeit über den entsprechenden Link im Footer unserer Website anpassen oder widerrufen.

Rechtsgrundlage für notwendige Cookies: Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO.Rechtsgrundlage für alle weiteren Cookies: Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO (Einwilligung).

3.3 Google Analytics 4

Wir nutzen Google Analytics 4 (Google Ireland Ltd., Gordon House, Barrow Street, Dublin 4, Irland) zur Analyse des Nutzerverhaltens auf unserer Website. Die IP-Anonymisierung ist aktiviert. Daten werden für 14 Monate gespeichert.

Google LLC ist nach dem EU-U.S. Data Privacy Framework (DPF) zertifiziert; die Übermittlung in die USA erfolgt auf Grundlage des Angemessenheitsbeschlusses gemäß Art. 45 DSGVO.

Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO (Einwilligung über Consent-Banner).

3.4 Google Ads (Conversion-Tracking)

Wir verwenden Google Ads Conversion-Tracking (Google Ireland Ltd.), um die Wirksamkeit unserer Werbeanzeigen zu messen. Dabei werden Cookies gesetzt und Daten wie IP-Adresse, Browserinformationen und Referrer-URL an Google übermittelt. Die Übermittlung in die USA erfolgt auf Grundlage der DPF-Zertifizierung von Google (Angemessenheitsbeschluss gemäß Art. 45 DSGVO).

Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO (Einwilligung über Consent-Banner).

3.5 LinkedIn Insight Tag

Wir nutzen den LinkedIn Insight Tag (LinkedIn Ireland Unlimited Company, Wilton Place, Dublin 2, Irland) zur Analyse unserer Werbekampagnen. Dabei werden Browserdaten, IP-Adresse und Seitenaufrufe erfasst. Zwischen Signivo und LinkedIn besteht eine Vereinbarung über die gemeinsame Verantwortlichkeit gemäß Art. 26 DSGVO. Die wesentlichen Inhalte dieser Vereinbarung sind über die LinkedIn-Seite „Legal Agreements for Marketing Solutions" einsehbar.

LinkedIn Corporation ist nach dem EU-U.S. Data Privacy Framework (DPF) zertifiziert; die Übermittlung in die USA erfolgt auf Grundlage des Angemessenheitsbeschlusses gemäß Art. 45 DSGVO.

Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO (Einwilligung über Consent-Banner).

3.6 PostHog (Website-Analytics)

Zur Analyse der Nutzung unserer Website setzen wir zusätzlich PostHog (PostHog, Inc., EU-Instanz unter eu.i.posthog.com) ein; die Einbindung von PostHog im Produkt ist in Abschnitt 4.6 dokumentiert. Tracking-Requests werden technisch über die Signivo-eigene Subdomain b.signivo.io geroutet und von dort an die PostHog-Server in der EU weitergeleitet (Reverse-Proxy). Dies dient ausschließlich technischen Zwecken (Vermeidung von Adblockern, einheitlicher Auftritt unter signivo.io) und ändert weder Zweck noch Empfänger der Verarbeitung.

Erfasst werden pseudonymisierte Nutzungsdaten zur Reichweiten- und Verhaltensanalyse (anonymisierte Besucher-IDs, Seitenaufrufe, Klick-Events, Referrer, gekürzte IP-Adresse, technische Browser- und Geräteinformationen). Session Replays werden auf der Website nicht eingesetzt.

Die PostHog-Tracking-Funktionalität wird ausschließlich nach vorheriger Einwilligung des Nutzers über das Consent-Management-Tool aktiviert (siehe Abschnitt 3.2). Vor erteilter Einwilligung werden keine Tracking-Requests an b.signivo.io oder PostHog gesendet.

Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO (Einwilligung) sowie § 25 Abs. 1 TDDDG (Einwilligung in den Zugriff auf Endgeräte-Informationen).

3.7 YouTube-Videos

Auf unserer Website binden wir Videos von YouTube (Google Ireland Ltd.) im erweiterten Datenschutzmodus ein (youtube-nocookie.com). In diesem Modus werden erst beim Abspielen des Videos Cookies gesetzt und Daten (IP-Adresse, Geräteinformationen) an YouTube/Google übertragen.

Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO (Einwilligung über Consent-Banner).

3.8 Newsletter-Anmeldung

Auf unserer Website können Sie sich für unseren Newsletter anmelden. Dabei erheben wir Ihre E-Mail-Adresse. Die Anmeldung erfolgt im Double-Opt-in-Verfahren: Sie erhalten nach der Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse eine Bestätigungsmail und werden erst nach Klick auf den Bestätigungslink in den Verteiler aufgenommen.

Der Versand erfolgt über Brevo (Sendinblue GmbH, Köpenicker Str. 126, 10179 Berlin, Deutschland). Brevo verarbeitet Ihre E-Mail-Adresse in unserem Auftrag ausschließlich in der EU.

Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO (Einwilligung). Sie können Ihre Einwilligung jederzeit über den Abmeldelink in jeder Newsletter-E-Mail widerrufen.

4. Nutzung unseres Produkts (app.signivo.io)

4.1 Kontodaten

Bei der Registrierung erheben wir Ihre E-Mail-Adresse und, sofern Sie die Registrierung per E-Mail und Passwort wählen, ein von Ihnen festgelegtes Passwort, das ausschließlich in gehashter Form gespeichert wird. Alternativ können Sie sich über Google OAuth oder Microsoft Entra ID anmelden, wobei wir Ihre E-Mail-Adresse vom jeweiligen Identitätsanbieter erhalten.

Beim Abschluss des Nutzungsvertrags (Click-to-Accept) protokollieren wir zusätzlich den Zeitpunkt der Akzeptanz, die akzeptierte Vertragsversion, die Account-ID sowie die IP-Adresse zum Nachweis des Vertragsschlusses.

Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Vertragserfüllung) für E-Mail-Adresse und Passwort bzw. Google-OAuth-Anmeldung; Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (berechtigtes Interesse an der Beweisbarkeit des Vertragsschlusses) für die Vertragsschluss-Protokollierung.

4.2 Workspace- und Mitgliedschaftsdaten

Wir speichern Informationen zur Workspace-Mitgliedschaft (Rolle als Owner, Admin oder Member), Zeitstempel (Erstellung, letzte Änderung) sowie Einladungsdaten (E-Mail des Eingeladenen, einladende Person).

Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Vertragserfüllung).

4.3 Google Workspace-Daten

Wenn der Administrator Ihrer Organisation Google Workspace mit Signivo verbindet, erteilt er Signivo einen Satz schreibgeschützter Berechtigungen auf das Workspace-Verzeichnis sowie eingeschränkte Schreibrechte auf Gmail-Signatureinstellungen. Signivo nutzt diese Berechtigungen, um die Verzeichnisdaten zur Befüllung personalisierter Signaturen zu lesen, Signaturen zentral zu verwalten und sie auf die Mailboxen der Workspace-Nutzer zu deployen.

Was wir lesen

Sign-in / Authentifizierung

Für die Anmeldung von Administratoren bei Signivo über Google OAuth wird zusätzlich der folgende OpenID-Connect-Scope verwendet:

Was wir nicht lesen

Signivo greift nicht auf E-Mail-Inhalte, Betreffzeilen, Metadaten oder Anhänge, Kontakte, Google-Drive-Dateien, Kalendereinträge oder sonstige Workspace-Daten zu, die nicht der E-Mail-Signaturverwaltung dienen. Sämtliche Verzeichnis-Scopes sind schreibgeschützt; Schreibrechte bestehen ausschließlich auf den Gmail-Signatur- und Send-As-Einstellungen, wie oben beschrieben. Signivo kann keine Nutzer, Gruppen, Organisationseinheiten oder Domains erstellen, ändern oder löschen.

Wo die Daten gespeichert werden

Verzeichnisdaten werden in der PostgreSQL-Datenbank von Signivo gespeichert, die auf Google Cloud Platform in Frankfurt, Deutschland (europe-west3) betrieben wird, ohne Replikation außerhalb der Europäischen Union. Profilbilder werden in Supabase Storage in Frankfurt gespeichert. Google-OAuth-Tokens werden mit AES-256-GCM verschlüsselt abgelegt (siehe Abschnitt 7).

Aufbewahrung

Verzeichnisdaten werden bei jedem Synchronisierungszyklus mit Ihrem Google-Workspace-Tenant abgeglichen und überschrieben. Historische Snapshots werden nicht gespeichert. Bei Beendigung des Vertragsverhältnisses werden sämtliche Verzeichnisdaten gemäß Abschnitt 9 innerhalb von 30 Tagen gelöscht.

Trennt Ihr Administrator die Google-Workspace-Verbindung über die Signivo-Konsole, werden die synchronisierten Verzeichnisdaten (Domänendatensätze, Profilbilder, Send-As-Metadaten, Sync-Marker) sowie alle zur Google-Integration gehörenden Felder (Tokens, Hosted-Domain, verbundene Admin-E-Mail-Adresse, Sync-Status) sofort und transaktional aus der Signivo-Datenbank gelöscht. Profilbild-Dateien werden zusätzlich aus dem zugehörigen Object Storage entfernt. Wird die domainweite Delegierung ausschließlich in der Google Admin Console widerrufen, ohne dass der Administrator die Verbindung in Signivo trennt, kann Signivo keine weiteren Daten von Google Workspace abrufen. Eine automatische Löschung der bereits synchronisierten Daten erfolgt in diesem Fall derzeit nicht; der Administrator muss die Trennung in der Signivo-Konsole nachholen oder den gesamten Workspace löschen.

Die Bekräftigung der Limited-Use-Verpflichtungen gemäß Google API Services User Data Policy sowie deren inhaltliche Umsetzung sind in Abschnitt 6.1 und in der allgemeinen Plattform-API-Datennutzungserklärung (Abschnitt 6) wiedergegeben.

Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Vertragserfüllung).

4.4 Vom Administrator eingegebene Daten

Administratoren können im Rahmen des Branding-Kits folgende Informationen hinterlegen: Firmenname, Website-URL, Telefonnummer, Adresse, rechtliche Hinweise (Disclaimer) sowie Social-Media-Links (LinkedIn, X/Twitter, Facebook, Instagram, WhatsApp).

Darüber hinaus können Dateien hochgeladen werden (z. B. Firmenlogos). Dabei speichern wir die Datei selbst sowie Metadaten (Dateiname, Dateigröße, Dateityp, hochladende Person).

Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Vertragserfüllung).

4.5 Aktivitätsprotokolle

Wir protokollieren bestimmte Aktionen innerhalb des Produkts (z. B. Signatur erstellt, veröffentlicht, aktualisiert) mit User-ID, E-Mail, Name, Art der Aktion und Zeitstempel. Dies dient der Nachvollziehbarkeit und Fehleranalyse. Aktivitätsprotokolle werden maximal 24 Monate aufbewahrt.

Datenschutzrechtliche Rolle: Soweit die protokollierten Aktionen Mitarbeiter und sonstige Nutzer des Kunden betreffen, verarbeitet Signivo diese Daten als Auftragsverarbeiter im Auftrag des Kunden (siehe Abschnitt 2 und Auftragsverarbeitungsvertrag). Die Rechtsgrundlage liegt beim Kunden als Verantwortlichem.

4.6 Produkt-Analytics, Feature-Management und Fehleranalyse

Wir nutzen PostHog (PostHog, Inc., EU-Instanz unter eu.i.posthog.com) für folgende Zwecke:

Die Einbindung von PostHog für Website-Analytics auf signivo.io ist gesondert in Abschnitt 3.6 dokumentiert.

Produkt-Analytics: Erfassung pseudonymisierter Nutzungsdaten (User-IDs, Workspace-IDs, Event-Namen) zur Analyse der Produktnutzung, z. B. Onboarding-Fortschritt, Signatur-Aktionen und Feature-Nutzung. E-Mail-Adressen werden nicht an PostHog übermittelt.

Feature-Management (Feature Flags): PostHog evaluiert serverseitig, welche Funktionen für welchen Workspace oder Nutzer aktiv sind. Dabei werden Workspace-ID, pseudonymisierte User-ID sowie Workspace-Eigenschaften (z. B. Plan-Typ, Onboarding-Status) an PostHog übermittelt, um Feature-Flag-Regeln auszuwerten.

Fehleranalyse (Issue Tracking): Zur Nachvollziehbarkeit und Behebung von Fehlern werden Fehler-Events mit pseudonymisierten Kontext-Informationen erfasst. Es werden keine Session Replays eingesetzt.

Analytics- und Fehleranalysedaten werden maximal 12 Monate in PostHog aufbewahrt.

Rechtsgrundlage: Soweit pseudonymisierte Telemetrie- und Feature-Management-Daten im Rahmen der Diensterbringung an den Kunden verarbeitet werden, erfolgt dies als Auftragsverarbeitung; die Rechtsgrundlage liegt beim Kunden als Verantwortlichem. Soweit Signivo aggregierte, nicht auf einzelne Kunden oder Nutzer rückführbare Auswertungen für die Produktverbesserung erstellt (siehe Abschnitt 6), erfolgt dies auf Grundlage des berechtigten Interesses von Signivo an der Weiterentwicklung des Dienstes (Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO).

4.7 KI-gestützte Firmeninformationsextraktion

Im Rahmen des Onboarding-Prozesses verwenden wir die Anthropic Claude API (Anthropic, PBC, San Francisco, USA), um öffentlich verfügbare Unternehmensinformationen automatisiert zu extrahieren und für die Signaturerstellung aufzubereiten. Dabei wird ausschließlich die vom Administrator angegebene Domain als Zeichenkette an Anthropic übermittelt; Anthropic ruft die öffentlich zugänglichen Inhalte der Website selbst ab. Da auf öffentlichen Unternehmenswebsites auch personenbezogene Daten enthalten sein können (z. B. Ansprechpartner, E-Mail-Adressen, Telefonnummern), wird diese Übermittlung als Drittstaatenübermittlung in die USA behandelt und erfolgt auf Grundlage von Standardvertragsklauseln (SCC) gemäß Art. 46 Abs. 2 lit. c DSGVO.

Anthropic speichert API-Ein- und Ausgabedaten standardmäßig für 30 Tage und nutzt API-Daten nicht für das Training von KI-Modellen.

Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Vertragserfüllung, da die Funktion Bestandteil des Onboarding-Prozesses ist).

4.8 Zahlungsabwicklung

Die Zahlungsabwicklung erfolgt über Stripe (Stripe, Inc., San Francisco, USA). Bei der Buchung eines kostenpflichtigen Abonnements werden Zahlungsdaten (z. B. Kreditkartennummer, Ablaufdatum) direkt an Stripe übermittelt und dort verarbeitet. Signivo speichert selbst keine vollständigen Zahlungsdaten; wir erhalten von Stripe lediglich eine Referenz-ID, den Zahlungsstatus sowie eine gekürzte Kartennummer zur Anzeige im Kundenbereich.

Stripe ist nach dem EU-U.S. Data Privacy Framework (DPF) zertifiziert; die Übermittlung in die USA erfolgt auf Grundlage des Angemessenheitsbeschlusses gemäß Art. 45 DSGVO. Stripe ist PCI DSS Level 1 zertifiziert.

Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Vertragserfüllung).

4.9 Transaktions- und Lifecycle-Mails

Im Rahmen der Diensterbringung versenden wir an Workspace-Admins und Workspace-Mitglieder Transaktions- und Lifecycle-Mails, etwa zur Bestätigung von Account-Aktionen, Einladungen, Onboarding-Schritten, Trial- und Abonnement-Status, Passwort-Reset, sicherheitsrelevanten Benachrichtigungen sowie produktbezogenen Hinweisen. Der Versand erfolgt über Brevo (Sendinblue GmbH, Köpenicker Str. 126, 10179 Berlin, Deutschland) ausschließlich in der EU. Brevo verarbeitet hierfür die E-Mail-Adresse und den Namen der Empfänger in unserem Auftrag.

Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Vertragserfüllung) für betriebsnotwendige Transaktions-Mails (z. B. Account-Bestätigung, Einladungen, Passwort-Reset, Rechnungen); Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (berechtigtes Interesse an einer funktionsfähigen Produktkommunikation) für Lifecycle- und Status-Mails (z. B. Trial-Hinweise, Feature-Ankündigungen). Der Versand erfolgt unabhängig von der Newsletter-Anmeldung (siehe Abschnitt 3.8); ein Widerspruchsrecht gegen lit.-f-basierte Verarbeitungen kann gemäß Abschnitt 11 jederzeit ausgeübt werden.

5. Microsoft 365 Integration

Signivo bietet zwei voneinander unabhängige Integrationen mit Microsoft 365: zum einen die zentrale Verzeichnisanbindung, über die Administratoren Signaturen für ihre Organisation verwalten, zum anderen das Outlook-Add-in „Signivo for Outlook", das die zugewiesene Signatur beim Verfassen einer neuen E-Mail in Outlook einfügt. Beide Integrationen werden über denselben Microsoft-Entra-Anwendungseintrag betrieben, verfügen jedoch über getrennte Berechtigungsmodelle, Datenflüsse und Einwilligungspunkte. Sie werden im Folgenden separat beschrieben.

5.1 Microsoft 365 Verzeichnisanbindung

Wenn der IT-Administrator Ihrer Organisation Microsoft 365 mit Signivo verbindet, erteilt er Signivo einen Satz schreibgeschützter Microsoft-Graph-Berechtigungen auf Ihrem Tenant. Signivo nutzt diese Berechtigungen, um die Verzeichnisdaten zu lesen, die zur Befüllung personalisierter Signaturen sowie zur Zuweisung von Signaturen zu einzelnen Nutzern oder Gruppen erforderlich sind.

Was wir lesen

Nutzerprofile (über Microsoft Graph GET /users): Microsoft-Objekt-ID (id), primäre E-Mail-Adresse (mail), User Principal Name (userPrincipalName), Anzeigename (displayName), Vorname (givenName), Nachname (surname), Jobtitel (jobTitle), Abteilung (department), Telefonnummer(n) (businessPhones, mobilePhone), Aktivierungsstatus des Kontos (accountEnabled), Erstellungszeitpunkt (createdDateTime), Nutzertyp (userType, ausschließlich zur Filterung auf Member-Konten) sowie die 15 vom Tenant verwendbaren Erweiterungsattribute (onPremisesExtensionAttributes 1–15). Letztere können vom IT-Team für unternehmensspezifische Felder (z. B. Kostenstelle, Standort) genutzt werden. Andere Erweiterungsmechanismen wie Directory Extensions, Schema Extensions oder Open Extensions werden nicht verwendet.

Vorgesetzten-Beziehung (über GET /users/{id}/manager): ermöglicht die Zuweisung von Signaturen anhand der Berichtskette.

Profilbilder (über GET /users/{id}/photo/$value): zur Einbindung in Signaturen.

Gruppen und Gruppenmitgliedschaft (über GET /groups und GET /groups/{id}/members): zur Zuordnung von Signaturen auf Gruppenebene.

Tenant-Domains (über GET /domains): pro Domain werden Domain-Name, Default-Kennzeichen und Verifikationsstatus gelesen, zur Validierung, dass Ihr Tenant über die verwalteten E-Mail-Adressen verfügt.

Was wir nicht lesen

Wir greifen nicht auf E-Mail-Inhalte, Betreffzeilen, Metadaten, Anhänge, Kalendereinträge, OneDrive- oder SharePoint-Dateien, Teams-Nachrichten oder sonstige Tenant-Inhalte zu. Wir fordern keinerlei Schreib- oder Administrationsrechte auf das Verzeichnis an; Signivo kann keine Nutzer, Gruppen, Organisationseinheiten oder andere Verzeichnisobjekte erstellen, ändern, deaktivieren oder löschen. Die vollständige Liste der angeforderten Berechtigungen wird Ihrem Administrator auf der Microsoft-Einwilligungsseite zum Zeitpunkt der Verbindung angezeigt.

Wo die Daten gespeichert werden

Verzeichnisdaten werden in der PostgreSQL-Datenbank von Signivo gespeichert, die auf Google Cloud Platform in Frankfurt, Deutschland (europe-west3) betrieben wird, ohne Replikation außerhalb der Europäischen Union. Profilbilder werden in Supabase Storage in Frankfurt gespeichert. Microsoft Access- und Refresh-Tokens werden mit AES-256-GCM verschlüsselt abgelegt (siehe Abschnitt 7).

Aufbewahrung

Verzeichnisdaten werden täglich aus Ihrem Microsoft-365-Tenant aktualisiert; veraltete Datensätze werden bei jeder Synchronisierung abgeglichen und überschrieben. Historische Snapshots werden nicht gespeichert. Bei Beendigung des Vertragsverhältnisses werden sämtliche Verzeichnisdaten gemäß Abschnitt 9 innerhalb von 30 Tagen gelöscht.

Wenn der Workspace-Admin die Microsoft-365-Verbindung in der Signivo-Konsole trennt, werden die synchronisierten Verzeichnisdaten (Domänendatensätze, Profilbilder, gespeicherte Extension-Attribute-Schema-Listen) sowie alle zur Microsoft-365-Integration gehörenden Felder (Tokens, Tenant-ID, Tenant-Domäne, Delta-Token, Sync-Metadaten) sofort und transaktional aus der Signivo-Datenbank gelöscht. Profilbild-Dateien werden zusätzlich aus dem zugehörigen Object Storage entfernt.

Wird die Berechtigung ausschließlich im Microsoft Entra Admin Center widerrufen, ohne dass der Workspace-Admin die Verbindung in Signivo trennt, kann Signivo keine weiteren Daten von Microsoft 365 abrufen. Eine automatische Löschung der bereits synchronisierten Daten erfolgt in diesem Fall derzeit nicht — der Workspace-Admin muss die Trennung in der Signivo-Konsole nachholen oder den gesamten Workspace löschen.

Berechtigungen, die Signivo bei Microsoft anfordert

Folgende Application Permissions (Anwendungsberechtigungen) werden vom Tenant-Administrator einmalig erteilt:

Es werden ausschließlich diese drei Berechtigungen für die Verzeichnisanbindung angefordert. Signivo fordert insbesondere keine Mail.*-, Calendars.*-, Files.*-, Sites.*-, Directory.ReadWrite.*- oder vergleichbaren Schreib- oder Administrationsberechtigungen an. Während des einmaligen Tenant-Admin-Consent-Flows zeigt Microsoft zusätzlich Standard-OpenID-Connect-Anmeldedialoge an; aus diesem Flow verwendet Signivo ausschließlich die Tenant-ID zur Identifizierung des verbundenen Tenants und keine weiteren Profilfelder des consentenden Administrators.

Microsoft-365-Verzeichnisdaten werden nicht an Website-Analytics-, Marketing-Analytics- oder Tracking-Dienste wie Google Analytics, Segment, Mixpanel oder vergleichbare Anbieter übermittelt.

Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Vertragserfüllung).

5.2 Signivo for Outlook (Microsoft 365 Add-in)

Das Outlook-Add-in „Signivo for Outlook" fügt die in der Signivo-Konsole zentral konfigurierte Signatur automatisch ein, sobald ein Nutzer in Outlook eine neue E-Mail verfasst. Die eingefügte Signatur ist für den Nutzer im Compose-Fenster sichtbar, bevor die E-Mail versendet wird; der Nutzer kann die E-Mail einschließlich Signatur vor dem Versand prüfen. Das Add-in wird vom IT-Administrator über die Microsoft-365-Add-in-Verteilung an die Nutzer ausgerollt; ein gesonderter Einwilligungsschritt durch den End-Nutzer entfällt.

Was das Add-in liest

Beim Verfassen einer neuen Nachricht liest das Add-in über die Office.js-API:

Was das Add-in nicht liest

Das Add-in greift nicht auf den Nachrichtentext, die Empfänger, den Betreff oder Anhänge der bearbeiteten E-Mail zu. Es greift ebenfalls nicht auf andere Postfachordner (Posteingang, Gesendete, Entwürfe etc.) zu. Die angeforderte Microsoft-Berechtigung MailboxItem.ReadWrite.User bezieht sich auf das aktuell geöffnete bzw. verfasste Outlook-Element; Signivo nutzt diese Berechtigung ausschließlich, um die konfigurierte Signatur in dieses Compose-Element einzufügen. Das Add-in enthält keine Tracking-, Werbe- oder Analyse-SDKs von Drittanbietern.

Was an Signivo gesendet wird

Die drei oben genannten Felder werden an die Signivo-Server (api.app.signivo.io) übermittelt, damit die korrekte Signaturvorlage ermittelt und mit den im Rahmen der Verzeichnisanbindung vorhandenen Daten (siehe Abschnitt 5.1) gerendert werden kann. Die Verarbeitung dieser Anfrage erfolgt über die Signivo-Backend-Infrastruktur auf Google Cloud Platform in Frankfurt, Deutschland (europe-west3). E-Mail-Adresse und Anzeigename werden bis zu 30 Tagen in Diagnoseprotokollen aufbewahrt; sie werden nicht für Marketingzwecke genutzt.

Wo die generierte Signatur gespeichert wird

Die vom Server gerenderte Signatur-HTML wird über den Microsoft-Mechanismus Office.context.roamingSettings zwischengespeichert, damit das Add-in auch bei erneuter Nutzung schneller bzw. eingeschränkt offline verfügbar ist. Zusätzlich legt das Add-in pro Compose-Element einen flüchtigen Status-Marker in Office.context.mailbox.item.sessionData ab, um zu erkennen, ob die Signatur in diesem Element bereits gesetzt wurde, und Doppeleinfügungen zu verhindern. Die technische Speicherung und Synchronisierung dieser Daten erfolgt vollständig innerhalb der Microsoft-365-Umgebung des Nutzers; Signivo erhält weder den Cache-Inhalt noch den Sessions-Marker. Bei Tenants mit aktivierten Microsoft Roaming Signatures wird die Signatur zusätzlich in der Exchange-Online-Mailbox des Nutzers zwischengespeichert; Hosting und Datenresidenz dieser Mailbox-Daten unterliegen den Microsoft-365-Einstellungen Ihres Tenants und stellen keine Auftragsverarbeitung durch Signivo dar.

Aufbewahrung

Berechtigungen, die Signivo bei Microsoft anfordert

Folgende Delegated Permission (delegierte Berechtigung) wird angefordert:

Für den Single Sign-On des Add-ins fordert Signivo bei Microsoft Entra ID lediglich die Standard-OpenID-Connect-Scopes openid und profile an; diese liefern weder die E-Mail-Adresse noch zusätzliche Profildaten an Signivo. Die E-Mail-Adresse des angemeldeten Outlook-Nutzers wird stattdessen zur Laufzeit aus dem Office-Kontext (Office.context.mailbox.userProfile.emailAddress) gelesen, um den Nutzer seinem Signivo-Konto zuzuordnen. Auf Basis dieser Identifikation erfolgen keine Microsoft-Graph-, Mailbox- oder Exchange-Aufrufe.

Es wird keine weitere Microsoft-Graph- oder Outlook-Berechtigung für das Outlook-Add-in angefordert.

Hinweis zum Beschäftigtendatenschutz: Die Entscheidung über den Einsatz von Signivo gegenüber Beschäftigten, einschließlich der Information der Mitarbeitenden und etwaiger Mitbestimmungs- oder arbeitsrechtlicher Anforderungen, liegt beim jeweiligen Kunden als datenschutzrechtlich Verantwortlichem. Signivo verarbeitet diese Daten ausschließlich im Auftrag des Kunden.

Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Vertragserfüllung).

6. Plattform-API-Datennutzungserklärungen

Soweit Signivo personenbezogene Daten über die APIs der von unseren Kunden eingesetzten Produktivitätsplattformen (derzeit Google Workspace und Microsoft 365) erhält, gelten die folgenden Selbstverpflichtungen plattformübergreifend. Plattformspezifische Ergänzungen sind in den Abschnitten 6.1 und 6.2 aufgeführt.

Zweckbindung: Signivo verwendet Plattform-API-Daten ausschließlich zur Bereitstellung und Verbesserung nutzersichtbarer, produktbezogener Funktionen der E-Mail-Signaturverwaltung. Konkret werden Verzeichnisdaten zur Befüllung von Signaturfeldern und zur Umsetzung von Zuweisungsregeln genutzt; Signatur- bzw. Postfach-Schreibzugriffe dienen ausschließlich der zentralen Verwaltung und Veröffentlichung von Signaturen.

Weitergabebeschränkung: Signivo gibt Plattform-API-Daten nicht an Dritte weiter, mit Ausnahme der folgenden Fälle:

Die Auftragsverarbeiter mit Zugriff auf Plattform-API-Daten sind in Abschnitt 8 namentlich aufgeführt; alle weiteren in Abschnitt 8 genannten Drittanbieter erhalten keinen Zugriff auf Plattform-API-Daten.

Verbotene Verwendungszwecke: Signivo verwendet Plattform-API-Daten insbesondere nicht für:

Mitarbeiterzugriff: Signivo-Mitarbeiter haben keinen manuellen Zugriff auf Plattform-API-Daten einzelner Kunden, es sei denn:

6.1 Google Workspace

Ergänzend zu den in Abschnitt 6 festgelegten Verpflichtungen gibt Signivo hinsichtlich der Daten aus Google Workspace APIs folgende verbindliche Bekräftigung ab:

Die Nutzung von Informationen, die Signivo über Google Workspace APIs erhält, erfolgt in Übereinstimmung mit der Google User Data Policy einschließlich der Limited-Use-Anforderungen.

(Englischer Originalwortlaut gemäß Google Workspace API user data and developer policy: „The use of information received from Google Workspace APIs will adhere to the Google User Data Policy, including the Limited Use requirements.“)

Die Google API Services User Data Policy ist öffentlich abrufbar.

6.2 Microsoft 365

Die in diesem Abschnitt 6 genannten Verpflichtungen gelten gleichermaßen für sämtliche personenbezogenen Daten, die Signivo über die Microsoft Graph API oder die Office.js-API aus dem Microsoft-365-Tenant unserer Kunden erhält (siehe Abschnitt 5).

Signivo hat das Microsoft Publisher Verification-Verfahren erfolgreich abgeschlossen.

7. Datensicherheit

Wir setzen technische und organisatorische Maßnahmen ein, um Ihre Daten zu schützen:

Verschlüsselung: Google-OAuth-Tokens sowie Microsoft-Entra-Access- und Refresh-Tokens werden mit AES-256-GCM verschlüsselt gespeichert (mit zufällig generiertem Initialisierungsvektor pro Verschlüsselungsvorgang und GCM-Authentifizierungstag zum Schutz vor Manipulation).

Zugriffskontrolle: Die PostgreSQL-Datenbank verwendet Row Level Security (RLS). Anonyme Zugriffe sind nicht möglich. Authentifizierte Nutzer sehen ausschließlich Daten ihres eigenen Workspace. Sensible Spalten (z. B. OAuth-Tokens) sind von der Client-Abfrage ausgeschlossen.

Transportverschlüsselung: Alle Datenübertragungen erfolgen über TLS/SSL.

Infrastruktur: Die Kerninfrastruktur von Signivo (Datenbank, Anwendungsserver, Dateispeicher) wird in der EU (Region Frankfurt) betrieben. Soweit Drittanbieter eingesetzt werden, kann es im in Abschnitt 10 beschriebenen Umfang zu Datenübermittlungen in Drittstaaten kommen.

8. Auftragsverarbeiter und Drittanbieter (Sub-Processors)

Zur Erbringung unseres Dienstes setzen wir folgende Drittanbieter ein. Die folgende Übersicht enthält sowohl von Signivo eingesetzte Auftragsverarbeiter als auch Drittanbieter, mit denen Signivo bzw. der Kunde in eigener Verantwortlichkeit zusammenarbeitet. Anbieter, die als eigenständige Verantwortliche im Sinne von Art. 4 Nr. 7 DSGVO handeln (insbesondere Stripe für die Zahlungsabwicklung sowie die Plattformanbieter Google und Microsoft hinsichtlich der von ihnen selbst kontrollierten Verarbeitungen), sind im Folgenden entsprechend gekennzeichnet; mit ihnen besteht kein Auftragsverarbeitungsverhältnis. Ob ein Anbieter Auftragsverarbeiter von Signivo oder eigenständiger Verantwortlicher ist, ergibt sich aus der jeweiligen Zweckbeschreibung.

AnbieterZweckVerarbeitungsortDatenCustomer Platform User Data
Google Cloud Platform (Google Ireland Ltd.)Infrastruktur (GKE, Redis)Frankfurt, EUAnwendungsdaten, Verzeichnisdaten, verschlüsselte TokensJa — beide
Supabase, Inc.Authentifizierung, Datenbank, DateispeicherFrankfurt, EUKontodaten, Workspace-Daten, Verzeichnisdaten, verschlüsselte Tokens, hochgeladene DateienJa — beide
Google APIs (Google Ireland Ltd.)Directory Sync, Gmail-SignaturenEU / USAVerzeichnisdaten, Signatur-HTML, OAuth-TokensJa — Google (Quelle)
Microsoft Graph APIs (Microsoft Ireland Operations Limited)Directory Sync, Outlook-Add-in-Signatur-Insertion, Authentifizierung über Microsoft Entra IDEU / USAVerzeichnisdaten, Signatur-HTML, Entra-ID-OAuth-TokensJa — Microsoft (Quelle)
PostHog, Inc. (EU-Instanz)Produkt-Analytics, Feature-Management, Fehleranalyse sowie Website-AnalyticsEUPseudonymisierte User-/Workspace-IDs, Event-Namen, Workspace-Eigenschaften (z. B. Plan-Typ); pseudonymisierte Website-Besucher-IDs und SeitenaufrufdatenNein
Anthropic, PBCKI-gestützte Firmeninformationsextraktion beim OnboardingUSAKunden-Domain (als Zeichenkette); Anthropic ruft Website-Inhalte selbst ab (können personenbezogene Daten enthalten)Nein
Stripe, Inc.Zahlungsabwicklung (eigenständiger Verantwortlicher gem. Art. 4 Nr. 7 DSGVO)USAZahlungsdaten (Kreditkartendaten, Transaktionsdaten)Nein
Brevo (Sendinblue GmbH)Transaktions-/Lifecycle-Mails und Newsletter-VersandEU (Deutschland)E-Mail-Adressen von Workspace-Admins und -Nutzern (Produktkommunikation) sowie Newsletter-AbonnentenNein
Webflow, Inc.Website-Hosting (signivo.io)USATechnische Zugriffsdaten (IP, Browser)Nein
Cookiebot / Usercentrics A/SConsent-Management (signivo.io)EUEinwilligungsdatenNein
Google Analytics / Google Ads (Google Ireland Ltd.)Website-Analyse, Conversion-TrackingEU / USAPseudonymisierte Nutzungsdaten (Website)Nein
LinkedIn Ireland Unlimited CompanyWebsite-KampagnenanalyseEU / USAPseudonymisierte Nutzungsdaten (Website)Nein

Soweit die genannten US-Anbieter nach dem EU-U.S. Data Privacy Framework (DPF) zertifiziert sind (dies betrifft derzeit Google, Microsoft, Webflow, LinkedIn und Stripe), erfolgt die Übermittlung auf Grundlage des Angemessenheitsbeschlusses gemäß Art. 45 DSGVO. Ergänzend bzw. für nicht DPF-zertifizierte Anbieter (derzeit Anthropic) werden Standardvertragsklauseln (SCC) gemäß Art. 46 Abs. 2 lit. c DSGVO eingesetzt.

Maßgeblich für die vertragliche Auftragsverarbeitung sind die in Anlage 2 des Auftragsverarbeitungsvertrags zum Zeitpunkt Ihrer Annahme aufgeführten Unterauftragsverarbeiter; diese Übersicht zeigt den aktuellen Stand.

Hinweis zu Microsoft Exchange Online: Bei Tenants mit aktivierten Microsoft Roaming Signatures werden vom Outlook-Add-in eingefügte Signaturen zusätzlich in der Exchange-Online-Mailbox des Nutzers zwischengespeichert (siehe Abschnitt 5.2). Hosting und Datenresidenz dieser Mailbox-Daten unterliegen den Microsoft-365-Einstellungen Ihres Tenants und stellen keine Auftragsverarbeitung durch Signivo dar.

9. Datenspeicherung und Löschung

Website-Daten:

Produktdaten:

Löschung einzelner Nutzerkonten:

Wenn ein einzelner Nutzer sein Signivo-Konto löscht (ohne den Workspace zu löschen), werden seine persönlichen Kontodaten (E-Mail, gehashtes Passwort, Authentifizierungsdaten), seine Workspace-Mitgliedschaft sowie zugehörige Aktivitätsprotokolle gelöscht. Workspace-Daten (Signaturen, Einstellungen, Verzeichnisdaten) bleiben für die übrigen Workspace-Mitglieder erhalten.

Löschung bei Workspace-Beendigung:

Bei manueller Löschung eines Workspace durch den Owner werden sämtliche zugehörigen Daten unverzüglich, vollständig und unwiderruflich aus der Datenbank entfernt. Die Löschung umfasst: den Workspace selbst und seine Einstellungen, alle Mitgliedschaften und Einladungen, alle Signaturen und Signaturversionen, alle Veröffentlichungen und Protokolle, alle hochgeladenen Dateien sowie die verschlüsselten OAuth-Tokens. Vor der Löschung werden veröffentlichte Gmail-Signaturen bei allen betroffenen Nutzern automatisch entfernt, sofern die entsprechenden Google-Berechtigungen zu diesem Zeitpunkt noch bestehen. Bei Microsoft 365 beendet die Löschung des Workspace die weitere Signaturbereitstellung über das Outlook-Add-in; bereits in der Microsoft-365-Umgebung zwischengespeicherte Signaturen (Office.context.roamingSettings, ggf. Microsoft Roaming Signatures im Exchange-Online-Cache) bleiben hiervon unberührt (siehe Abschnitt 5.2).

Aufbewahrung nach Vertragsende:

Nach Ablauf oder Kündigung eines Abonnements werden die Workspace-Daten für 30 Tage aufbewahrt, um eine versehentliche Datenlöschung zu vermeiden und dem Kunden die Möglichkeit zur Reaktivierung zu geben. Nach Ablauf dieser 30-Tage-Frist werden sämtliche im Auftrag verarbeiteten personenbezogenen Daten aus den Produktivsystemen gelöscht, wie oben beschrieben. Soweit Daten vorübergehend noch in verschlüsselten, automatisierten Backups der Infrastrukturanbieter enthalten sind, werden diese nach Ablauf der regulären Backup-Aufbewahrungsfrist überschrieben und in der Zwischenzeit nicht produktiv verwendet oder wiederhergestellt. Der Kunde kann die sofortige Löschung jederzeit durch manuelle Workspace-Löschung in der Signivo-Konsole auslösen.

10. Übermittlung in Drittstaaten

Die Kerninfrastruktur von Signivo (Datenbank, Anwendungsserver, Dateispeicher) wird in der EU (Frankfurt) betrieben. Eine Übermittlung personenbezogener Daten in Drittstaaten erfolgt in folgenden Fällen:

Google APIs: Die Kommunikation mit Google-Servern (Directory API, Gmail API) kann über Server in den USA geroutet werden. Dies ist für die Kernfunktionalität des Dienstes erforderlich. Google LLC ist nach dem DPF zertifiziert (Angemessenheitsbeschluss gemäß Art. 45 DSGVO).

Microsoft Graph APIs und Microsoft Entra ID: Die Kommunikation mit Microsoft-Servern (Directory Sync, Outlook-Add-in, Authentifizierung) kann über Server in den USA geroutet werden. Dies ist für die Kernfunktionalität des Dienstes erforderlich. Microsoft Corporation ist nach dem DPF zertifiziert (Angemessenheitsbeschluss gemäß Art. 45 DSGVO); ergänzend gelten Standardvertragsklauseln 2021 zwischen Microsoft Ireland Operations Limited und Microsoft Corporation gemäß Art. 46 Abs. 2 lit. c DSGVO. Signivo selbst speichert Microsoft-Verzeichnisdaten und Signaturdaten nicht außerhalb der Europäischen Union; eine Drittstaatenübermittlung kann insbesondere durch API-Kommunikation, Routing oder Infrastrukturleistungen des Plattformanbieters entstehen.

Website-Tools (Google Analytics, Google Ads, LinkedIn Insight Tag): Daten können an Server in den USA übermittelt werden, jeweils nur nach Einwilligung über das Consent-Banner. Google und LinkedIn sind nach dem DPF zertifiziert (Angemessenheitsbeschluss gemäß Art. 45 DSGVO).

Webflow: Das Website-Hosting kann eine Datenverarbeitung in den USA umfassen. Webflow ist nach dem DPF zertifiziert (Angemessenheitsbeschluss gemäß Art. 45 DSGVO); ergänzend wurden Standardvertragsklauseln (SCC) gemäß Art. 46 Abs. 2 lit. c DSGVO vereinbart.

Anthropic (Claude API): Im Rahmen der KI-gestützten Firmeninformationsextraktion beim Onboarding wird die Kunden-Domain als Zeichenkette an Server von Anthropic in den USA übermittelt; Anthropic ruft die Website-Inhalte selbst ab. Da Anthropic nicht nach dem DPF zertifiziert ist, erfolgt die Übermittlung ergänzend auf Grundlage von Standardvertragsklauseln (SCC) gemäß Art. 46 Abs. 2 lit. c DSGVO. Soweit für andere in dieser Datenschutzerklärung genannte Drittländer-Anbieter kein Angemessenheitsbeschluss greift oder zusätzliche Garantien erforderlich werden, setzen wir ebenfalls SCC ein.

Stripe: Zahlungsdaten werden an Stripe in den USA übermittelt. Stripe ist nach dem DPF zertifiziert (Angemessenheitsbeschluss gemäß Art. 45 DSGVO).

11. Ihre Rechte

Sie haben als betroffene Person jederzeit folgende Rechte:

Auskunft (Art. 15 DSGVO): Sie können Auskunft über die von uns verarbeiteten personenbezogenen Daten verlangen.

Berichtigung (Art. 16 DSGVO): Sie können die Berichtigung unrichtiger Daten verlangen.

Löschung (Art. 17 DSGVO): Sie können die Löschung Ihrer Daten verlangen, sofern keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen.

Einschränkung der Verarbeitung (Art. 18 DSGVO): Sie können die Einschränkung der Verarbeitung Ihrer Daten verlangen.

Datenübertragbarkeit (Art. 20 DSGVO): Sie können verlangen, Ihre Daten in einem strukturierten, gängigen und maschinenlesbaren Format zu erhalten.

Widerspruch (Art. 21 DSGVO): Sie können der Verarbeitung Ihrer Daten widersprechen, sofern diese auf berechtigtem Interesse (Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO) beruht.

Widerruf der Einwilligung (Art. 7 Abs. 3 DSGVO): Erteilte Einwilligungen können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen.

Zur Ausübung Ihrer Rechte wenden Sie sich bitte an privacy@signivo.io (für datenschutzbezogene Anfragen, einschließlich Anfragen zur Datenübertragbarkeit gemäß Art. 20 DSGVO). Für allgemeine Anfragen, Vertragsangelegenheiten und Support steht hello@signivo.io zur Verfügung.

Hinweis zur Auftragsverarbeitung: Soweit Signivo personenbezogene Daten im Auftrag eines Kunden verarbeitet (insbesondere Mitarbeiter- und Verzeichnisdaten im Rahmen der Signaturverwaltung, vgl. Abschnitt 2), ist der jeweilige Kunde datenschutzrechtlich Verantwortlicher. Betroffenenanfragen zu diesen Daten sind grundsätzlich an den jeweiligen Kunden zu richten. Signivo unterstützt seine Kunden im Rahmen der gesetzlichen und vertraglichen Pflichten bei der Bearbeitung solcher Anfragen.

Beschwerderecht: Sie haben das Recht, sich bei einer Datenschutz-Aufsichtsbehörde zu beschweren. Da der Sitz unseres Unternehmens in Berlin liegt, ist die zuständige Aufsichtsbehörde: Berliner Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit, Friedrichstraße 219, 10969 Berlin (datenschutz-berlin.de).

12. Widerruf des Plattform-Zugriffs

Der Zugriff von Signivo auf Daten aus Google Workspace oder Microsoft 365 kann auf verschiedenen Wegen widerrufen werden. Die Widerrufspfade unterscheiden sich je nach Plattform, da Signivo die beiden Plattformen über unterschiedliche Authentifizierungsmechanismen integriert (siehe Abschnitte 4.3 und 5).

12.1 Google Workspace

Widerruf der Workspace-Verbindung (domainweite Delegierung):

Dieser Widerruf entzieht Signivo die Berechtigung, im Hintergrund Verzeichnisdaten zu synchronisieren und Signaturen für Workspace-Nutzer zu setzen. Bereits veröffentlichte Gmail-Signaturen bleiben bestehen, bis sie manuell geändert werden. Die Behandlung der bereits synchronisierten Verzeichnisdaten richtet sich nach dem gewählten Widerrufspfad: Erfolgt die Trennung über die Signivo-Konsole, werden die synchronisierten Verzeichnisdaten sofort und transaktional aus der Signivo-Datenbank gelöscht; erfolgt der Widerruf ausschließlich in der Google Admin Console, bleiben die bereits synchronisierten Daten zunächst gespeichert, bis der Administrator die Trennung in der Signivo-Konsole nachholt oder den Workspace löscht (siehe Abschnitt 4.3).

Widerruf der Google-Anmeldung (persönliches Konto):

Dies betrifft ausschließlich die Anmeldung bei Signivo über Google OAuth und hat keine Auswirkung auf die Workspace-Verbindung oder veröffentlichte Signaturen.

12.2 Microsoft 365

Microsoft 365 hat keinen separaten „End-Nutzer-Anmeldung"-Pfad analog zu Google, da Signivo bei Microsoft 365 ausschließlich über die Tenant-Anbindung und das Outlook-Add-in arbeitet — nicht über per-User-OAuth-Login.

Widerruf der Tenant-Verbindung:

Dieser Widerruf entzieht Signivo die Berechtigung, im Hintergrund Verzeichnisdaten zu synchronisieren und Signaturen über das Outlook-Add-in zu setzen. Zusätzlich kann der Administrator das Outlook-Add-in über die Microsoft-365-Adminverwaltung bzw. die zentrale Add-in-Verteilung für einzelne Nutzer oder den gesamten Tenant entfernen. Der Widerruf der Entra-Berechtigungen beendet die API-Anbindung; die Entfernung des Add-ins beendet die Ausführung des Add-ins in Outlook.

12.3 Vollständige Datenlöschung über Signivo

13. Änderungen dieser Datenschutzerklärung

Wir behalten uns vor, diese Datenschutzerklärung bei Änderungen unseres Dienstes, bei technischen Neuerungen oder bei geänderten rechtlichen Anforderungen anzupassen. Bei wesentlichen Änderungen informieren wir Sie per E-Mail.